Der Bürschtehanse-Hof

Der Bürschtehanse-Hof

Seit 1855 leben die Familien Schmid hier auf dem Hof und heute bereits in der 9. Generation. Beim Renovieren des Hofes in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde dieses Türschild über dem Haupteingang freigelegt:

Im schönen Ibacher Hochtal, indem heute die Feriengäste die Landschaft genießen, konnten früher die wenigsten Familien von der Landwirtschaft leben. Die Bauern mussten noch ein Handwerk oder sonst einen Nebenerwerb ausüben. Fast alle Gewerbe hatten mit Holz zu tun und auf unserem Hof wurde als Winterbeschäftigung Bürsten hergestellt. Buchenholz war als Rohstoff vorhanden und Borsten aus der Hausschlachterei ebenfalls.

Der erste Bürstenmacher in Ibach war Johann Nepomuk Schmid. Er kam 1818 als Sohn des Wagners Franz Joseph Schmid zur Welt. Mit etwa 20 Jahren ging er auf die Wanderschaft, arbeitete zuerst im Elsaß in der Landwirtschaft, wanderte später weiter bis Lyon, wo er in einer Bürstenmanufaktur Arbeit fand und das Bürstenmacherhandwerk erlernte.

Wieder zurück in Ibach, verheiratete er sich 1855. In dieser Zeit dürfte er mit dem Bürstenmachen begonnen haben und sein Bauernhof bekam den Namen Bürschtehanse-Hof (Hans, der Kurzname von Johannes). Sein 1812 geborene Bruder Carl Schmid wird im Ibacher Pfarrarchiv als Bürstenhändler geführt, er hat wohl die Bürsten seines Bruders vertrieben. 

Der letzte in einer Tradition von Bürstenmachern auf dem Bürstenhanse-Hof ist der 1927 geborene Werner Schmid, der auch das Bürstenmuseum in Ibach betreut.

Werner Schmid bei der Arbeit im Bürstenmuseum